Emmerich Weissenberger


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Die Nachtwanderer – ein grafischer Zyklus

Neben der Öltemperamalerei, die von lebendiger Farbigkeit getragen wird, großformatig funktioniert und “das Erwachen des Schläfers” (dem Geistigen in der Kunst) thematisiert,
steht eigenständig eine kräftige energische, wie auch subtile organische Zeichnung in
geöltes Papier gesetzt.

Eine starke Linienführung umreißt die reduzierten Gestalten der Nachtwanderer. Oft meint der Betrachter abstraktem Bildwerk gegenüberzustehen und nach einigen Augenblicken öffnet sich der Bildraum, ein Vorgang des über eine Wahrnehmungsgrenze-Tretens.

Der Zyklus „die Nachtwanderer“ sind die erste Ebene eines aus 5 Ebenen bestehenden geistigen Wandlungsweges, der anschließt an die Ikonografie der christlichen bildenden Kunst , bzw. komplexe Zusammenhänge von Bildraum und geistigem Raum des Menschen aufschlüsselt und in neuer Qualität erscheinen lässt.

Das öldurchtränkte Papier ist transparent und oft beidseitig bezeichnet. Eine Graupigmentierung kommt aus der Grafitzeichnug gleich einer Färbung des Papiers, oder aber eine Bleiminiumpigmentierung des Öls (orange) gleich einer farbigen Durchtränkung des Papiers.

Die gewählten Formate beginnen in ihren Größen bei 100x70 cm und erreichen Maße bis
zu 140x438 cm und darüber und sind in speziell gefertigten Stahlrahmen mit Plexiglasunterlegung gefasst.

Diese gezeigten Exponate funktionieren auch freigestellt im Raum hängend, sind transparent und zeigen zwei Bildseiten, die einander begegnen.

(sothebys – wien 2006)

Nachtwanderer
Grafit auf Ölpapier
105 x 75
2006